Heilpflanzen

"Ich habe die alten verlassenen und vergessenen Kräutlein wieder aufgesucht, habe ihre Heilkraft erprobt und manchen geheilt von schweren und langjährigen Leiden." S. Kneipp


Immer wieder bin ich begeistert, wie vielseitig Wildkräuter und Heilpflanzen uns Menschen sowohl körperlich als auch seelisch unterstützen können.
Nehmen wir zum Beispiel die ersten Kräuter im Frühling, allen voran den ungeliebten Giersch, die wehrhafte Brennnessel und den widerstandsfähigen Löwenzahn. Sie wirken durch ihre potenten Inhaltsstoffe kräftig auf Nieren und Verdauung, versorgen uns reichlich mit Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen, bauen unser Blut auf, regen den Stoffwechsel an, bringen uns nach dem Winter wieder in Schwung und schmecken auch noch lecker. Da greift man doch gerne und dankbar zu!
Heilpflanzen können aber noch mehr! Sorgfältig als wesenhafte Urtinktur oder Blütenessenz verarbeitet, schwingen sie sanft und sind in der Lage, seelisches Ungleichgewicht im Menschen zu lindern oder gar zu reharmonisieren.
Dazu sind sie in ihrer unendlichen Vielfältigkeit an Farben, Formen und Düften schon ein Labsal beim bloßen Betrachten in der Natur.
Für Pfarrer Sebastian Kneipp, war die Heilpflanzenkunde eine wichtige Ergänzung zur reinen Wasserkur und er widmete den Pflanzen ein eigenes kleines Büchlein, Pfarrer Kneipps „Hausapotheke“ darin sagt er: „…..Wie gut Gott ist! So drängt’s mir aus dem Herzen! Nicht bloß was zur Erhaltung des Lebens, zu des Leibes täglichem Brot notwendig ist, läßt er uns wachsen; er, der in unendlicher Weisheit alles nach Maß, Zahl und Gewicht geschaffen, läßt in väterlicher Liebe zahllos auch diejenigen Kräutchen aus der Erde hervorschießen, welche den Menschen in kranken Tagen Trost, seinem in schmerzen sich windenden Körper Linderung und Heilung verschaffen. Den Pflänzchen……wollen wir fleißig nachgehen und beim Pflücken eines jeden mit kindlichem Dank unseren unendlich liebevollen Vater preisen, der im Himmel ist!“