Sebastian Kneipp


Sebastian Kneipp, geboren am 17. Mai 1821, wuchs als Sohn eines Leinwebers in ärmlichen Verhältnissen auf. In jungen Jahren schon mussten daher alle Kinder der Familie das Weben erlernen und neben der Schule mitarbeiten. Er selbst wusste früh, dass er Geistlicher werden wollte und mühte sich unermüdlich, dieses Ziel zu erreichen.


So machte er schließlich nach arbeits- und entbehrungsreichen Jahren das Abitur. Schon in der Zeit des Lernens für die Prüfung war er schwer erkrankt, vermutlich an Lungentuberkulose. Von den Ärzten aufgegeben, fand er in einer Bibliothek ein Buch über Wasseranwendungen und ihre heilenden Wirkungen auf den Menschen. Diesen Strohhalm ergreifend, begann er mit Tauchbädern in der winterlich kalten Donau.


Müde ging ich hinaus, neu aufgefrischt und gestärkt ging ich heim und gewann die Überzeugung, wenn es für mich ein Heilmittel gibt, so wird es das Wasser sein" sagte Kneipp damals.


Er gesundete nach und nach und widmete sich seinem Studium. Die Priesterweihe erhielt er im August 1852 im Dom zu Augsburg. 1855 kam er schließlich nach Wörishofen, wo er bis zu seinem Tode 1897 lebte und wirkte.

Zahlreiche Kranke suchten Kneipps Rat. Seine Erfolge in der Heilkunde machen ihn über die Landesgrenzen hinaus bekannt und der Strom der Hilfesuchenden wurde immer größer. Kneipp war es aber zeitlebens ein Anliegen vor allem die arme Landbevölkerung zu unterstützen und so behandelte er zahllose Bauern und Tagelöhner umsonst.


Er entwickelte und verfeinerte die verschiedenen Wasseranwendungen, Güsse und Teilbäder immer weiter und verband außerdem seine Kenntnisse der Pflanzenheilkunde mit den Möglichkeiten von Auflagen und Wickeln. Nach und nach integrierte er auch die Säulen Ernährung, Bewegung und Lebensordnung in sein ganzheitliches und bis heute erfolgreiches Gesundheitskonzept.